Vor kurzer Zeit fielen mir bei einer Hündin die sehr langen Krallen auf. Also empfahl ich der Besitzerin einen Tierarzt Besuch. Kurz danach erhielt ich folgende Rückmeldung: Die Tierärztin erklärte, dass das Schneiden der Krallen beim Hund unnötig sei, da auch Wölfe keine Krallenpflege bekommen. Nun legen Wölfe jeden Tag circa 80 km zurück, wenn sie dieses Pensum auch mit ihrem Hund erledigen hat die Tierärztin recht. Wenn nicht empfehle ich den folgenden, sehr informativen Artikel von Andrea Graf. Albert Plank
Andrea Graf
Im ersten Bild sind zu lange Krallen erkennbar:

Wenn ihr also die oben genannten Anzeichen für zu lange Krallen beobachten könnt, solltet ihr am besten die Krallen kürzen. In den nächsten zwei Bildern könnt Ihr sehen, wie lang die Krallen sein sollten. Zuerst wurden sie auf die bestmögliche Länge gekürzt und dann noch abgerundet.


Ein häufiges Problem bei der Kürzung der Krallen ist, dass diese bereits zu lang sind und das „Leben“ mit nach vorne gewachsen ist. Wird so eine Kralle gekürzt besteht ein Verletzungsrisiko. Hier ist Geduld gefragt. Ich verwende hierfür ein Schleifgerät und kürze die Krallen schrittweise.
Es ist darauf zu achten, dass man den Schleifkörper nur für kurze Zeit an die Kralle hält, um eine Überhitzung zu vermeiden. Sobald man in der Krallenmitte einen dunklen Punkt erkennen kann (nächstes Foto) ist es genug. Dieser zeigt an, dass sich das „Leben“ in der Nähe befindet. Nach einigen Tagen hat sich Dieses ein Stück zurückgezogen und man kann wieder minimal kürzen.
Das Schleifgerät eignet sich auch bei schwarzen Krallen, hier ist durch die „Undurchsichtigkeit“ ebenfalls ein erhöhtes Verletzungsrisiko gegeben.Beim Schleifen ist es wie beim Schneiden, man sollte den Hund trainerisch daran gewöhnen.

Bei Hunden mit langem Fell, ist es einfacher wenn man vorher z.B. einen Seidenstrumpf bearbeitet und mit Diesem das Fell zurückhält.


Auf obrigen Bild wurde die ganz linke Kralle auf die bestmögliche Länge gekürzt, in der Mitte ist wieder der dunkle Punkt zu erkennen.