Seit Jugendtagen von Hunden begleitet, entwickelte ich ein Interesse an Verhaltensforschung und Vor und Frühgeschichte, vor allem an der Entwicklung des Hundes. Faszinierend dabei finde ich den Weg vom Wolf zum Hund und die neu entwickelte Fähigkeit mit Menschen zu kommunizieren und Gesten und Mimik, wie das Lächeln zu übernehmen. Darüber hinaus haben Hunde die Fähigkeit entwickelt, unsere Emotionen zu erkennen und zu deuten. Vor allem Veränderungen im Tonfall und den Bewegungsabläufen spielen dabei eine große Rolle. Nach dem Beenden meiner früheren Tätigkeit intensivierte ich die Studien der verschiedenen Schulen der Hundeerziehung und des Wissens über Tierschutz und Rassismus. Dann legte ich die Prüfung zum Paragraph 11,der Vorausetzung für die Arbeit mit Hunden ist, ab. Seit August 22 habe ich meine Hundeschule als Gewerbe angemeldet und arbeite mit meinem Co Trainer Nick als mobile Hundeschule.

Co Trainer Nick musste die ersten Jahre seines Lebens an einer Kette verbringen. Dann kam er ins Tierheim Schwandorf und blieb da länger, während jüngere, kleinere und weniger misstrauische Mitbewohner neue Menschen fanden. Er schlich mit gesenktem Blick herum und versuchte nicht aufzufallen. Autofahren, über Brücken gehen machte ihm große Angst. Von meiner Seite aus war es Liebe auf den ersten Blick. Heute, gute zwei Jahre später ist er selbstsicher, freundlich zu anderen Hunden ohne Jagdleidenschaft, außer bei Bällen. Er fährt überall mit mir hin und ist ein gutes Vorbild für andere Hunde. Menschen müssen sich seine Zuneigung erst verdienen. Er mag Kinder, Katzen, Hasen, nur bei Schafen kommen die Triebe durch und er will sie hüten.